Räuchern

Das Räuchern ist so alt wie das Feuer.
Höhlenmenschen haben beim Nachlegen von Holz an der Feuerstelle erkannt, dass sich der Rauch bestimmter Hölzer positiv auf Körper und Geist auswirken kann. Der Gebrauch von Räucherstoffen für religiöse, medizinische und magische Zwecke findet sich in allen Kulturen.

Beim Räuchern spielen zwei Dinge zusammen.
Zum einen die menschliche Absicht, zum anderen die Kraft der Pflanze.
Unsere Absicht gibt die Richtung an.
Das Pflanzenwesen, losgelöst und transformiert durch die Glut,
schenkt uns Kraft und hilft dadurch bei der Umsetzung der Absicht.

Das Räuchern wirkt daher vor allem auf der geistigen und emotionalen Ebene.

Was ist Räuchern
Räuchern war und ist ein Ausdruck des Respekts, der Bitte und des Dankens an die Naturkräfte (bzw. Götter), welche die Geschicke lenken.

Wir können mit Räuchern reinigen, heilen, schützen, segnen, Lösungsprozesse in Gang setzen und somit zu mehr Ganzheit und Freiheit gelangen.

Räuchern bedeutet eine aromatische Substanz über einer Wärmequelle zu verglühen.
Der Verbrennungsvorgang ist eine Oxidation, er transformiert, er scheidet das Grobe vom Feinen, das Feuer verwandelt das Sichtbare in Asche, das Unsichtbare wird frei.

Wann wird geräuchert

Es gibt verschiedene Anlässe für das Räuchern:
Heilung, Begleitung von Gebet (Rauch der nach oben aufsteigt),

Meditation, Rituale, atmosphärische Reinigung von Räumen und Gegenständen, Plätze feinstofflich reinigen, die Schwingung verändern, negative Energiefelder auflösen.

Begleitung jahreszeitlicher Feste und Zeremonien.

Bei Übergängen von der Wiege bis zur Bahre.

Zum Abschluss eines Themas um Raum für Neues zu schaffen.

Geräuchert wird gewöhnlich in Innenräumen.

Zu rituellen Zwecken, wie Sonnenwendfeiern auch draußen.

Früher haben die Menschen in den Dörfern Pestfeuer aus Wacholderzweige errichtet und dazwischen das Vieh durchgetrieben. Wacholder hat eine stark keimtötende Wirkung.

Nicht umsonst gibt es den Spruch:

„Wo es nach Wacholder riecht, hält sich der Teufel nicht auf.“

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