Tipps der Vitalhofbäuerin vom Tunelhof in Tirol

auch als pdf downloadbar

Rosenblüten – Mousse
200 ml Schlagobers, eine Hand voll Rosenblüten, bevorzugt Duftrosen, oder Wildrosen Zitronensaft und Zucker  nach Bedarf Blüten mit Schlagobers aufkochen und filtrieren.

Anschließend Schlagobers sehr gut kühlen und dann die Masse mit dem Mixer steif schlagen.Nach Bedarf Zucker  dazugeben und mit Zitronensaft abschmecken, ev. 2 – 3 Tr. Rosenöl dazugeben, nochmals gut durchrühren und eine halbe Stunde kühl stellen. Mit Rosenblüten garnieren, eventuell mit etwas Rosenlikör servieren. 

 

 

Johanniskraut Hypericum perforatum
Im Mittelalter verwendete man das Johanniskraut, um den Teufel zu vertreiben. Der Sage nach stammen die kleinen Löcher im Blatt des Johanniskrauts vom Teufel, der aus Bosheit über die Macht, die dieses Kraut über böse Geister und über ihn selbst besaß, die Blätter mit Nadeln zerstochen haben soll
Ernte: Blüten und Kraut im Juli / August
Die Flavonoide, besonders das Hypericin und Hyperforin sowie das ätherische Öl dieser Pflanze sind in Kräuterbüchern als Balsam für Haut und Nerve erwähnt.

Sie können eine antidepressive und antiphlogistische Wirkung haben  und werden  in der Volksmedizin bei scharfen und stumpfen Verletzungen sowie bei leichten Verbrennungen empfohlen. Johanniskraut-Extrakt kann zur Intensivpflege empfindlicher, gereizter und trockener Haut empfohlen werden. Vorallem auch bei psychovegetativen Stören hat sich Johanniskraut bewährt.

Ein bewährtes Mittel ist Johanniskrautöl bei Wirbelsäulenproblemen, Narben und Wundheilung. Die Haut wird vom Johanniskraut lichtempfindlich, es hilft aber bei Sonnenbrand. Tee: Blüten und Blätter frisch oder getrocknet( in der Memopause, bei Depressionen) Verwendung in der Küche: Ansatz als Essig, in Salaten und Kräuterwasser

Ehrenpreis – Allerweltsheil, Männertreu, Veronika, Hühnerraute, Wundkraut (Veronica officinalis)
Im Frühsommer sind die blau-weiß schimmernden Ehrenpreismatten nicht zu übersehen.
Ich lade Sie auf ein Dessert der besonderen Art ein:

Dem unscheinbaren Ehrenpreis wird in der Volksmedizin nachgesagt, dass er eine blutreinigende und beruhigende Wirkung hat. Von Mai bis Juli ist Sammelzeit für das blühende Kraut gesammelt.

Hervorragend eignet sich Ehrenpreis zur Dekoration der Speisen und auf  Salate.

 

 

Kräuteröl und Kräueressig
Jetzt ist die beste Zeit um den Wintervorrat an Kräuteressig und Kräuteröl herzustellen.

Die Kräuter wachsen üppig und  ausreichend. Einige Zweige der Gewürze, in gutem Essig oder qualittiv hochwertigem Öl einlegen, gut verschließen und fertig. Es eignen sich sehr gut, Rosmarien, Thymian, Maoran, Dill usw. mit Pfefferschoten, in Essig können auch einige Senfkörner dazugegeben werden.

Auch aus Johanniskraut schmeckt der Essig sehr fein mit allen positiven Eigenschaften dieses Heilkräutleins.

 

 

Frauenmantel – Silbermantel (Alchemilla vulgaris)
Alchemillenkraut,  Marienmantelkraut, Milchkraut.

Die Blätter scheiden in kleinen Tröpfchen Wasser aus. Diese Tropfen gelten als himmlischer Tau und als besonders heilkräftig wie die gesamte Pflanze Alchemilla = kleiner Alchemist

In der Volksmedizin wird der Frauenmantel bis zum Hohen Frauentag am 15. August gesammelt.

Frauenmantel gut gekocht und warm getrunken oder zu Bädern gebraucht, wirkt stark zusammenziehend und rasch heilend. In der Volksmedizin war es schon immer ein besonderes Frauenheilmittel.

 

 

Brennessel (Urtica dioca - Große Brennessel, Urtica urens - Kleine Brennessel) Nessel, Hanfnessel

Brennessel ist eine alte Heil – und Gemüsepflanze, die von Hippokrates zur Leib – und Blutreinigung empfohlen wurde. Im Mittelalter empfahl man Brennesseln äußerlich und innerlich zur Steigerung der Liebesfähigkeit. Die Anwendung sollte auch vor Hexen schützen.

Nach dem Volksglauben soll sie Sitz eines Dämons sein und gegen Blitz schützen.

Brennesseln wurden früher bei Bauten dem Lehm beigemischt, zum Färben benützt und aus den Fasern der Brennessel wurde auch Stoff erzeugt.

Brennesselgemüse hat wurde bevorzugt Gründonnerstag zu sich genommen, am Johannistag den 24. Juni aß man Brennesselpfannkuchen um gegen Elfenzauber verschont zu bleiben.

Eigentlich sollte dieses  wertvolle Kraut mehr genutzt werden. Die Nesseln an den Blattenden halten viele Menschen davor ab. Es werden vorwiegend die jungen Triebe verwendet, welche 1 – 2 Minuten blanchiert nicht mehr nesseln. Brennesseln sind sehr vitaminreich, harntreibend und verdauungsfördernd.

Sie schmecken in Suppen und als Spinat ebenso wie zu Erdäpfelgerichte, auch in Spätzle verarbeitet schmecken sie sehr gut.

Herstellung von Brennesseljauche

Zum Ernten der Brennnesseln sind Handschuhe praktisch, um den Hautkontakt mit den Brennhaaren zu vermeiden. Die Pflanzen werden kurz über der Erde abgeschnitten, dann locker in ein passendes Gefäß gelegt und wer will, kann die Brennnesseln auch zerschneiden. Hat man nun die erforderliche Menge abgeschnitten, legt man sie locker in das Gefäß und gießt die entsprechende Menge Wasser darüber. Die so angesetzte Brennnesseljauche muss täglich umgerührt werden um das gewünschte Ergebnis zu erzielen.

Ungefähr 3 Tage später fängt die Flüssigkeit an zu gären, das sieht man daran, dass sich an der Wasseroberfläche Blasen bilden und sie beginnt unangenehm zu riechen. Zum binden von Geruch eigenet sich vor allem Gesteinsmehl. Die Gärung ist abgeschlossen, wenn sich keine Blasen mehr bilden, das dauert noch ungefähr eine Woche, dann ist die Brennnesseljauche fertig. Stellen Sie das Gefäß - wenn möglich - an einen sonnigen Platz, im Schatten dauert der Prozess des Gärens länger.

Brennnesseljauche ist auch ein gutes Mittel zur Bekämpfung von Pflanzenschädlingen. Unverdünnte Brennnesseljauche gibt man in eine Sprühflasche und besprüht damit die befallenen Pflanzen von allen Seiten. Das wiederholt man drei Tage lang, damit auch die schlüpfende Brut vernichtet wird.

Die Taubnessel mit ihren süßen, weißen Blüten und die gelbe Nessel (Goldnessel) sind es wert gesammelt zu werden. Vor allem für Blütenteemischungen lassen sich diese zwei Brennesselarten gut trocknen und haltbar machen. Sie optimieren jeden Salat oder Pizza.

Lassen Sie an einem Platz im Garten die Brennesseln stehen, sie fördert die Gesundheit von uns Menschen und ist die  Kinderstube von mehr als 50 Schmetterlingsarten!

Vitaltipp: Energiesträusel

Hervorzuheben sind ganz besonders die Samen.

Brennesselsamen schmecken nussartig und lassen sich gut in Joghurt  oder auf Butterbrot verarbeiten. Sie sollen sich  angeblich positiv auf die Gehirntätigkeit auswirken.

„Grünes Vital – Kartoffelpüree“ 
3 Handvoll junge Brennesseln oder Spitzen von älteren Brennesseln, 1 kg Kartoffeln, Muskat, 3 Löffel Schlagobers, ca. 1/8 l Milch, 1 Stk. Frischer Gartenzwiebel, 2 Knoblauchzehen, 1 TL Salz, 1/2 Tasse Wasser

Kartoffeln kochen, Muskat hineinreiben, Salzen und mit Schlagobers und Milch pürrieren.

Während die Kartoffeln garen: Brennesseln grob zerschneiden und zusammen mit den Zwiebeln und dem Knoblauch in 1/2 Tasse Wasser aufkochen, ev. pürrieren und mit dem Kartoffelpürree mischen.

Wenn Sie in den Kartoffeln einige Karotten mitkochen, können Sie die Hälfte des Pürees mit Karotten und die andere Hälfte mit Spinat zubereiten. Sie haben damit nicht nur einen Gaumen – sondern auch einen Augenschmaus gezaubert.

Vitaltipp:

Jetzt ist die beste Zeit um Erdbeerblätter, Himbeer – und Brombeerblätter zu sammeln zum trocknen, die wir dann in unseren guten Winterhaustee mischen können.

Zusammen mit  Himbeer - Brombeer- und Pfefferminzblättern sind Wald - Erdbeerblätter ein guter Haushaltstee. In diesem Fall werden die Blätter mit kochendem Wasser überbrüht und einige Minuten ziehen gelassen. Es werden für den Tee nur die jungen Blätter gesammelt, da die alten Blätter zu bitter sind.

 

 

<< Weitere interessante Themen >>

Frau Sponring

Die Texte und Bilder wurden uns freundlicherweise von Frau Christa Sponring zur Verfügung gestellt.
www.tunelhof.at

Frauenmantel,
Anwendung in der Küche

Junge Blätter als Salatzugabe, für Gemüsesuppe und Gemüsebeigabe

Fraumantelkraut ist auch eines der  Kräuter, welche in den Kräuter – Weihbuschen gebunden werden, der am 15. August dem „Hohen Frauentag“ in der Kirche geweiht wird.

 

Mehr Tipps vom Vitalhof in Tirol

Veilchen
Wildes Stiefmütterchen
Himmelschlüssel
Löwenzahn
Zwiebel
Holunder
Honig